Hilfe vom STOP-SIMPLY Psychologen-Team
Mein Mann arbeitet zur Zeit in Berlin und immer...
Pallemi (w, 42) aus Hamburg
Raucherjahre: 1; pro Tag: 20; Letzte am: -
Mein Mann arbeitet zur Zeit in Berlin und immer wenn er am Wochenende nach Hause kommt, rauche ich nicht und möchte eigentlich aufhören. Sobald er am Montag dann wieder abgefahren ist und ich alleine bin, renn ich doch wieder los und kauf mir Zigaretten. Irgendwie ist das für mich Freiheit, Entspannung und Zeit für mich. Ich weiß, dass das Schwachsinn ist, aber nicht wie ich anders denken kann. Das eigentliche Problem besteht dann, wenn ich alleine bin. Ich hab das Gefühl, ich kann nicht den positiven, richtigen, besseren Weg gehen. Irgendwas drängt mich immer wieder, den schlechten, zerstörerischen Weg zu gehen. Ich habe auch andere Probleme, wenn ich alleine bin, z. B. dass ich nicht etwas Schönes mache, wie meine Hobbys pflegen. Nur das Pflichtprogramm wird absolviert, Baby versorgen und Haushalt und zwischendurch eine Zigarette. Haben Sie eine Idee, wie ich diesen Kreislauf durchbrechen könnte?
Antwort vom Psychologen-Team
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 Dipl.-Psych. Dr. Lars Satow
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Liebe Pallemi,
so geht es vielen Menschen. Das Problem ist eine innere Leere, bei der es uns nicht gelingt, sie sinnvoll selbst zu füllen. Oft spielt die Kindheit dabei auch eine gewisse Rolle. Aus dieser inneren Leere entsteht Einsamkeit und ein Gefühl der Sinnlosigkeit. Bei Dir wird die Situation noch dadurch verschlimmert, dass Dein Mann während der Woche nicht da ist.
Leider ist es nicht so einfach, dem Gefühl der inneren Leere zu begegnen. Manche tun das, indem sie sich irgendwo sinnvoll engagieren (z.B. als Mentoren auf STOP-SIMPLY), andere versuchen die Leere z.B. in einer Psychotherapie aufzuarbeiten. Was ganz gut funktioniert ist das folgende:
Versuche Dir jede Woche feste Termine für Sport und Treffen mit Freundinnen zu organisieren. Halte diese Termin immer ein - so als seinen es die wichtigsten Termine Deines Lebens. Beispiel: Gehe montags und donnerstags zur Gymnastik (nicht einfach mit einem Baby, aber versuche es unbedingt!) und am Dienstag triffst Du Dich mit einer Freunding.
Am Anfang fällt das sehr schwer. Aber nach 4 Wochen wirst Du merken, dass es immer besser geht und dass der Sport mit anderen eine sehr wohltuende Wirkung hat. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, weil Sie Dir Halt und Struktur gibt.
Versuche auch, Dich kreativ und emotional auszudrücken (Malerei, Gedichte, Musik). Auch dadurch gelingt es vielen, einen neuen Sinn zu entdecken und Befriedigung und Anerkennung zu erfahren.
Durch diese einfachen Dinge wird es Dir bald besser gehen und dann wirst Du auch die Zeit mit Deinem Baby noch mehr genießen können.
Nur Mut! Lars
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